Über mich

Nach der Grundschule erhielt ich eine Hauptschulempfehlung und besuchte die Hauptschule bis zur 6. Klasse, von der 7. bis 10. Klasse besuchte ich dann eine Gesamtschule.

Ich erinnere mich, wie ich als Kind immer studieren wollte. Mein Traum war es, Anwältin oder Psychologin zu werden. Natürlich hat dieser Traum aus Sicht meiner Lehrkräfte und Eltern nicht zu einer Hauptschülerin gepasst. Als Reaktion auf meine Aussage wurde gelacht oder gesagt, dass ich dies nie schaffen würde.

In der 10. Klasse bekam ich meine gymnasiale Qualifikation aufgrund einer halben Note nicht. In diesem Moment ging die Welt für mich unter, weil ich dachte, dass ich nie studieren könnte. Ich holte aber meine gymnasiale Qualifikation und mein Abi nach. Um die Wartezeit zum Studium zu überbrücken, machte ich ein FSJ. 

Im Bachelorstudium war es sehr schwierig für mich, mitzuhalten. In meinem Umfeld war niemand, der meine schriftlichen Texte korrigieren oder mich unterstützen konnte. Da ich allein lebte, war diese Zeit auch mit Existenzängsten verbunden. Ich schaffte aber dennoch meinen Bachelor und meinen Master. 

Auf der Hauptschule, Gesamtschule und dem Berufskolleg wurde mir gesagt, dass ich nie mein Abi schaffen würde. Im Abi wurde mir gesagt, dass ich wahrscheinlich kein Studium absolvieren könnte. Im Bachelorstudium wurde mir gesagt, dass ich dieses wahrscheinlich nicht abschließen würde – und erst im Master wurde mir empfohlen, noch zu promovieren. 

Leider erfuhr ich erst nach meinem Studium von meiner Neurodivergenz und meiner LRS, wodurch ich nie einen Nachteilsausgleich in Anspruch nehmen konnte. 

Es war ein schwerer Weg, den ich niemandem wünsche. Heute bin ich froh, dass ich gelernt habe, dass ich mich nicht anpassen muss, sondern ich einfach ich sein kann. 

Warum Talentschmiede?

Über meine vorherige Arbeitsstelle erfuhr ich von der Talentschmiede und war verblüfft von den Angeboten. Durch eine Zusammenarbeit im Rahmen meiner Freiberuflichkeit lernte ich das Team näher kennen und wollte auf jeden Fall ein Teil dieser Arbeit sein. 

Aufgrund meiner eigenen Erfahrungen möchte ich mit jungen Menschen arbeiten, um mein Wissen weiterzugeben und gleichzeitig von den jungen Menschen zu lernen. 

Wie von meiner Berufsbezeichnung abzulesen ist, ist mir Bildung sehr wichtig.

„Bildung ist nicht auf die Schule begrenzt. Sie geht unerbittlich weiter bis ans Lebensende!“ – Peter Ustinov

Damit verbinde ich die Möglichkeit, sich selbst zu verwirklichen, Neues zu lernen oder das vorhandene Wissen zu erweitern, wodurch es nie langweilig wird. Durch die Workshops haben die Jugendlichen die Möglichkeit, sich selbst kennenzulernen und positive Erfahrungen zu machen. Zudem schätze ich es sehr, dass in unserem Team so viele Personen mit verschiedenen Persönlichkeiten und diversen Expertisen vorhanden sind, wodurch die jungen Menschen stark profitieren können. 

In der Schmiede bin ich für die Planung und Durchführung von Workshops zuständig und bin Ansprechpartnerin für Schulen.